Warum schliessen wir eigentlich die Augen beim schlafen und schlafen alle Lebewesen mit geschlossenen Augen? Im ersten Moment würden wir sagen: „Ja Klar, sonst kann man doch nicht schlafen“. Doch da gehen manche Tiere nicht mit uns mit. Doch warum das Augen schliessen für uns so wichtig ist, erfahrt ihr hier. 

Augen zu auch wenn wir wach sind

Im wachen Zustand blinzeln wir etwa 20 mal in 60 Sekunden. Damit schützen wir unsere Augen vor dem Austrocknen. Das macht unser Körper ganz automatisch und wir nennen das den „Liedschlussreflex“. Dabei wird Tränenflüssigkeit auf unserem Auge verteilt. Auch das Eindringen von Fremdkörpern wird vom Liedschlussreflex verhindern. 

Doch auch eine „Zwangspause“ legen unseren Augen manchmal ein. Wer lange am Computer sitzt oder lange konzentriert an etwas arbeitet, muss mal kurz die Augen schliessen. Denn beim geöffneten Auge prasseln ständig Reize auf uns ein. Wenn unserem Körper das zu viel wird, machen Sie einfach mal die Augen zu

Und dann heißt es schlafen, mit geschlossenen Augen

Es ist wissenschaftlich bewiesen, dass ein kurzer Powernap Wunder bewirken kann. Unsere Augen schalten im geschlossenen Zustand auf „Reizstopp“. Und das ist wichtig um sich zu erholen und neue Energie zu tanken. Ein zehnminütiger Schlaf am Tage kann somit für mehr Energie und Leitungsbereitschaft sorgen. 

Und in der Nacht sind die Augen sowieso geschlossen

Unsere Augen fühlen sich in der Nacht sicher indem sie einfach die „Luken“ schliessen. Die Netzhaut ist optimal befeuchtet und es kann kein Fremdkörper eindringen. Aber genauso kann auch kein Licht eindringen. Dunkelheit fördert die Ausschüttung des Hormons Melatonin und das macht müde. Ohne Melatonin würden wir nicht in einen guten und langen Schlaf fallen. Es wird in der Zirbeldrüse, aber auch beispielsweise in der Netzhaut des Auges und im Darm bei Dunkelheit gebildet und ausgeschüttet. 

Bei manchen Menschen schließt sich ein Augenlid nicht vollständig, selten sind sogar beide Augenlider betroffen. Mediziner sprechen vom Lagophthalmus. Zu den Ursachen zählen etwa eine Nervenlähmung oder Lähmungen, Fehlbildungen und Verletzungen der Augenmuskulatur. Folgen des nicht kompletten Lidschlusses: Fremdkörpergefühl im Auge, Augenbrennen, trockenes Auge oder gar Entzündungen. Behandelt wird meistens mit Augentropfen und Salben, in schwereren Fällen operativ oder bei Entzündungen mit Antibiotika.

Doch schliessen alle Lebewesen die Augen zum schlafen?

Katze und Hund schlafen mit geschlossenen Augen. Sie haben ja bei Frauchen und Herrchen nichts zu befürchten. Ebenso machen Kuh, Schwein, Pferd und Kaninchen die Augen zu, wenn sie schlafen.

Doch unter den Tieren gibt es auch Augen-auf-Schläfer. Zum Beispiel Fische: Sie haben gar keine Augenlider; die brauchen sie nicht, weil das Wasser ihre Augen sowieso befeuchtet. Andere Tiere müssen in freier Natur aus Überlebensgründen immer „ein Auge riskieren“. Denn wer kann schon mit geschlossenen Augen auf der Hut sein vor gefräßigen Feinden oder den Tücken des Lebensraumes? Deshalb hat sich die Natur ein paar Tricks einfallen lassen.

Etwa beim Delfin: Der Meeressäuger schläft mit einem offenen Auge. Er schaltet nämlich nur eine Gehirnhälfte auf Schlummern. Wären beide inaktiv, würde seine Lungenatmung aussetzen – er würde ertrinken. Die wache Gehirnhälfte reguliert die Atmung, mit der wachen Körperhälfte schwimmt der Delfin. Genauso bleibt ein Auge offen – so behält der Delfin seine Umgebung im Blick und kann vor Gefahren fliehen. Einäugig schlafen auch andere Tiere wie Wale, Robben, Krokodile, Enten, Tauben, Hühner und andere Vögel.

Es gibt also verschiedene Schlaftypen: beide Augen offen, einäugig, beide Augen zu. Wir Menschen gehören zu den Augenschließern.

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